Kromfohrländer vom Ammenberg

Klare Worte


In der kleinen, aber extrem gespaltenen Welt der Kromfohrländereinkreuzprojekte herrscht eine Aggression, die wir als unabhängige Zucht normalerweise nicht öffentlich machen. Bisher haben wir die Strategie verfolgt, Anfeindungen und Verleumdung zu ignorieren, um solchen Provokationen keine Macht zu verleihen. Es ist schön und gut, einem Züchterkollegen seinen Rat zukommen zu lassen und dafür bin ich dankbar. Ich persönlich würde mich allerdings niemals ungefragt in die Wurfpläne eines Züchters einmischen, aber wenn andere mir diese Ehre zuteil werden lassen, möchte ich sie nicht daran hindern.

Aber im Ernst, wir sind seit dem allerersten Deckversuch in unserer Zucht an Vorwürfe und böse Gerüchte gewöhnt. Vielleicht gehört das leider dazu, wenn man in gewisser Weise in der Öffentlichkeit steht. Wir arbeiten gerne mit anderen Einkreuzprojekten zusammen, denn eigentlich verfolgen wir alle das gleiche Ziel: die Freude an einem ausgeglichen und gesunden Hund zu teilen, der sie genauso glücklich macht wie uns.

Es gibt allerdings eine Methode, die manche Züchter einsetzen, um ihrer Meinung öffentlich Ausdruck zu verleihen, die mir völlig schleierhaft ist. Es handelt sich um Veröffentlichungen auf Internetseiten der Hundezucht, die, oft unter belanglosen Vorwänden, versteckte Anschuldigungen gegenüber anderen Züchtern enthalten oder aber ganz offen das Verhalten von Fremden schlechtreden. Die Argumente beruhen meist auf schlecht recherchierten und fadenscheinigen Aussagen oder aber auf der "Züchtererfahrung", die im Notfall immer zu gelten scheint. 

Doch wozu dient das überhaupt? Der Großteil der Leser, der den Hintergrund nicht kennt, versteht nicht, worum es geht. Und wer liest schon gerne vage, mysteriöse Kritik an nicht genannten Personen? (Natürlich kann ich hier selbst keine Namen nennen; wenn Sie sich als Unbeteiligter also nicht für unsinnige Konflikte anderer interessieren, brauchen Sie nicht weiterzulesen! Ab sofort veröffentlichen wir wieder relevante Inhalte.)

Das bringt mich zum eigentlichen Punkt, was sollen solche Angriffe bei uns, den Beschuldigten, bewirken? Sollen wir gravierende Fehler in unserem Handeln erkennen und es komplett ändern? Aber wieso teilt man uns das auf einer öffentlichen Plattform mit, ohne einen persönlichen Bezug zu uns zu haben? Es wirkt wie eine Entschuldigung dafür, andere in der Öffentlichkeit schlecht zu reden und zu sabotieren, um die eigene (angebliche) Unfehlbarkeit zu demonstrieren.

Ich habe derartige Grabenkämpfe in früheren Situationen erlebt und weigere mich, daran teilzuhaben. Noch weniger möchte ich meine unbeteiligten Leser damit langweilen. 

Es ist erstaunlich, wie viel Energie und Zeit solche Kritiker darauf verwenden, alle noch so kleinen Details unserer Zuchtplanung in Erfahrung zu bringen, um nach Angriffspunkten zu suchen. Dabei wollen wir nichts "verheimlichen", wir waren bisher der Meinung, solche Informationen wären nur für die Welpeninteressenten relevant, mit denen wir sie direkt besprechen. 

Wir stellen sicher, dass zum Deckzeitpunkt keine Erbkrankheiten bekannt sind, weder bei unseren Hündinnen noch den Deckrüden oder in deren Verwandtschaft. Natürlich gibt es immer die Möglichkeit, dass zu späterem Zeitpunkt Krankheiten auftreten, doch das liegt nicht in unserer Hand.

Es gibt so viele Hunde, die unter Epilepsie, Cystinurie etc. leiden, und deren Besitzer täglich damit leben müssen. Warum also Gerüchte in die Welt setzen, dass Verwandte unserer Hunde oder der Väter unserer Welpen krank seien? Aus der Ferne lassen sich Diagnosen eher schlecht stellen und wer außer Besitzern und Tierärzten könnte die Gesundheit eines Hundes wohl beurteilen? Es ist geschmacklos, ja geradezu respektlos gegenüber den Besitzern tatsächlich erkrankter Hunde, Sabotage mit solchen Mitteln zu betreiben, und das unter dem Vorwand des Wohlergehens unserer Hunde.

Wie wohl jeder sehen kann, züchten wir Kromfohrländer mit schwarz-braunen Flecken. Wir sind uns durchaus bewusst, dass der Standard in der reinrassigen Zucht kein Schwarz erlaubt, und haben uns gezielt dafür entschieden. Ich bin der Ansicht, dass die Gesundheit und der Charakter eines Hundes immer über dem Äußeren stehen sollte, darin wird mir wohl jeder, der seinen Hund kennt und liebt, zustimmen. Bei den Kromfohrländern, die aufgrund jahrzehntelanger Inzucht stark mit Krankheiten belastet sind, ist es unser Ziel, den Genpool aufzufrischen und für mehr Vielfalt im Erbmaterial zu sorgen. Das ist das Prinzip des Einkreuzens und deswegen ist es paradox, einen gesunden, charakterstarken Hund nur wegen ein paar schwarzer Haare von der Zucht auszuschließen. 

Ja, aus diesem Grund sehen unsere Welpen nicht alle identisch braun-weiß aus, aber genau das hat auch seinen Charme. Und jeder unserer Welpenbesitzer kann bisher bestätigen, dass sie ihr gesunder und liebenswerter Hund völlig unabhängig von seiner Fellfarbe jeden Tag glücklich macht. Unsere Zuchtstätte anzugreifen, weil in der Linie schwarzes Fell vorkommt, ist sinnlose Diskriminierung. Wir zwingen ja niemanden, unsere Welpen zu kaufen, die Interessenten sind sich dem Äußeren unserer Hunde durchaus bewusst, insbesondere auch der Wichtigkeit von genetischer Vielfalt in einer Hunderasse. Ein Artikel, der sich intensiver mit diesem Thema beschäftigt, ist auf der Seite Gedankenspiele zu finden.  

All diese Punkte sind Auslöser für Anfeindungen seit der Gründung unserer Zuchtstätte und es ist nicht vorstellbar, was man sich in Zukunft noch alles einfallen lassen wird. Ich warte nur auf die Veröffentlichung des nächsten Artikels eines "konkurrierenden" Züchters, in dem einer der hier genannten (oder der mir noch nicht vorstellbaren) Gründe erläutert wird und in dem wir, ob indirekt oder offen, als moralisch und ethisch verwerflich dargestellt werden. Ich bin sicher, auch in diese ehrliche Schilderung kann eine böse Absicht hineininterpretiert werden, wenn man lange genug überlegt.

Vielleicht ist es in Zukunft eine bessere Einstellung, Angriffe aus der Welt der "Kromizucht" als Kompliment zu nehmen, denn sie zeigen uns, dass wir ja wohl etwas richtig machen müssen, um solche Missgunst auszulösen.