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Kromfohrländer vom Ammenberg

 

Dezember 2019

WARTEN 

Der Dezember ist voller Ereignisse und erscheint mir, wie jedes Jahr viel zu kurz. Sonst immer überpünktlich, lässt sich Anou dieses Mal scheinbar Zeit für ihre Läufigkeit. Das ist uns sehr Recht, weil es dann für die Aufzucht der kleinen Racker beginnender Frühling wäre, was nicht nur uns Vieles erleichtert, sondern auch für die Welpen eine sehr schöne Zeit ist, auszuwachsen. 

Wir warten also geduldig auf die kleinen Blutströpfchen ...  


BUCHEMPFEHLUNG

Für mich ist im Winter Lesezeit und so möchte ich heute ein Buch vorstellen, das mich nicht nur begeistert, sondern deren Umsetzung mich wirklich erstaunt hat. 

Ulli Reichmann hat mir mit ihrem Buch "Wege zur Freundschaft … eine Liebeserklärung für jagende Hunde" eine neue Dimension des Hundespaziergangs eröffnet. Seitdem wir so wie sie es beschreibt durch den Wald strolchen, spreche ich nicht mehr vom Spaziergang, sondern vom Abenteuer in die Sinneswelt des Hundes einzutauchen. Der Spaßfaktor ist enorm hoch, die Hunde sind motiviert und konzentriert, die gemeinsame Bewegung im Rudel ist um ein Vielfaches gesteigert und auch die Bindung zueinander wächst noch stärker zusammen. Auf diese Art und Weise fühle ich, wie schön es ist, in einem Hunderudel zu sein und habe verstanden, warum Hunde so gerne gemeinsam unterwegs sind.

In der Rassebeschreibung des Kromfohrländers wird sein Jagdtrieb als nicht ausgeprägt beschrieben und ich werde sehr oft von Welpeninteressenten danach gefragt. Auch Kromfohrländer sind Hunde und deshalb von Natur aus mit einem Jagdtrieb ausgestattet. Wieso auch nicht, trägt er doch einen großen genetischen Anteil eines Terriers in sich. Wie bei allen Hunden hat auch ein Kromfohrländer ein gewisses Beuteschema oder besser gesagt Vorlieben. Bei dem einen sind es nur Vögel, Eichhörnchen, Mäuse oder Katzen, bei anderen Hasen, Rehe, Wildschweine, Dachs und Fuchs. Ein Jagdtrieb zeigt sich auch, wenn sich ein Objekt schnell wegbewegt, das kann unter Umständen ebenso ein laufendes Kind, ein Jogger oder ein Radfahrer sein. Oder spielende Hunde, die sich gegenseitig "jagen" und so ihrem natürlichen Instinkt folgen. Was einen Kromfohrländer auszeichnet ist seine große Anhänglichkeit, die je nach Ausprägung eine Entfernung von seinem Besitzer verhindert und ich nehme an, dass die Literatur das unter "wenig ausgeprägtem Jagdinstinkt" versteht.


November 2019

DIE WEICHEN FÜR DEN C-WURF SIND GESTELLT

Die Freude ist groß, weil wir nun mit Sicherheit wissen, dass der ausgewählte Deckrüde, nicht nur durch sein liebenswertes Wesen und seine äußerliche Erscheinung, sondern auch gesundheitlich und genetisch, die besten Voraussetzungen für unseren geplanten C-Wurf mitbringt. Wir haben uns wieder für einen eingekreuzten Kromfohrländer entschieden, der mit 50 % Kromfohrländeranteil eine gute Mischung mit Anous 62,5 % ergibt. 

Nun warten wir auf die Läufigkeit von Anou Ende November/Anfang Dezember und begeben uns dann wieder einmal auf den aufregenden Weg zu einer Hundehochzeit. Wenn alles klappt, können wir im Februar 2020 Welpen begrüßen. Es ist dann mit einem Abgabezeitraum der Hundebabys im April zu rechnen. 

Einen Welpen zu übernehmen, bedeutet immer eine große Umstellung des Tages- und Nachtablaufes. Diese Umgewöhnung geht meist sehr schnell, wenn man konsequent ist und dem Welpen viele Ruhephasen gönnt. Das Schlafbedürfnis bei einem jungen Welpen kann bis zu 20 Stunden täglich sein. In der äußerst entscheidenden Sozialisierungsphase der ersten vier Lebensmonate sind Sie als Hundebesitzer gefordert, Ihren Welpen mit vielen Reizen und Erfahrungen zu konfrontieren. Dabei kann ein Zuviel genauso schädlich sein, wie ein Zuwenig. Ein Welpe läuft niemals einfach so nebenbei mit. Um aus einem Welpen und späteren Junghund in der Pubertät einen gut sozialisierten und gelassenen Hund zu machen, ist mit mindestens einem Jahr intensiver Beschäftigung, Erziehung und Bereitschaft, sich auf die Bedürfnisse des Hundes einzustellen, zu rechnen. In einer Familie oder Partnerschaft führt das häufig zu einer Veränderung, die nicht nur positiv, sondern auch spannungsgeladen sein kann. Ein Hund bringt Verantwortung für Spaziergänge und Beschäftigung  mit sich, er macht Dreck und ist nicht immer überall mitzunehmen oder willkommen. 

Wenn sie zu all diesen Punkten ja sagen und es auch so meinen und sich nun unbedingt einen Welpen aus unserer Zucht wünschen, dann freue ich mich über ein gegenseitiges Kennenlernen.   

Unser Wirbelwind Anou ist zwischenzeitlich nichtsahnend fröhlich unterwegs. Meine Hunde und ich lieben es, morgens im Herbstnebel über weite Wiesen zu laufen und auf diese schöne Art und Weise den Tag zu beginnen.


Oktober 2019

INTERESSANTE VERPAARUNG

Wie versprochen gehen wir nach einer wunderschönen Sommerauszeit in eine neue Runde und konkretisieren unsere Wurfpläne für 2020.

Wir werden Ende des Jahres hoffentlich mit einer erfolgreichen Hundehochzeit für den C-Wurf gesegnet sein. Es ist dann mit einem Abgabezeitraum der Welpen im März/April 2020 zu rechnen.

Für den Sommer 2020 planen wir außerdem unseren D-Wurf.

Falls Sie sich für einen Welpen interessieren oder Fragen zu unserem Zuchtprojekt haben, stehe ich Ihnen sehr gerne mit weiteren Informationen zur Verfügung.

Aus Gründen, die unter "KLARE WORTE" (siehe unten) nachzulesen sind, halte ich mich mit Veröffentlichungen zum Deckrüden zurück. Dies dient dem Schutz des Züchters, der Familie des Rüden und schont unsere Nerven


September 2019

KLARE WORTE

 In der kleinen, aber extrem gespaltenen Welt der Kromfohrländereinkreuzprojekte herrscht eine Aggression, die wir als unabhängige Zucht normalerweise nicht öffentlich machen. Bisher haben wir die Strategie verfolgt, Anfeindungen und Verleumdung zu ignorieren, um solchen Provokationen keine Macht zu verleihen. Es ist schön und gut, einem Züchterkollegen seinen Rat zukommen zu lassen und dafür bin ich dankbar. Ich persönlich würde mich allerdings niemals ungefragt in die Wurfpläne eines Züchters einmischen, aber wenn andere mir diese Ehre zuteil werden lassen, möchte ich sie nicht daran hindern

Aber im Ernst, wir sind seit dem allerersten Deckversuch in unserer Zucht an Vorwürfe und böse Gerüchte gewöhnt. Vielleicht gehört das leider dazu, wenn man in gewisser Weise in der Öffentlichkeit steht. Wir arbeiten gerne mit anderen Einkreuzprojekten zusammen, denn eigentlich verfolgen wir alle das gleiche Ziel: die Freude an einem ausgeglichen und gesunden Hund zu teilen, der sie genauso glücklich macht wie uns.

Es gibt allerdings eine Methode, die manche Züchter einsetzen, um ihrer Meinung öffentlich Ausdruck zu verleihen, die mir völlig schleierhaft ist. Es handelt sich um Veröffentlichungen auf Internetseiten der Hundezucht, die, oft unter belanglosen Vorwänden, versteckte Anschuldigungen gegenüber anderen Züchtern enthalten oder aber ganz offen das Verhalten von Fremden schlechtreden. Die Argumente beruhen meist auf schlecht recherchierten und fadenscheinigen Aussagen oder aber auf der "Züchtererfahrung", die im Notfall immer zu gelten scheint. 

Doch wozu dient das überhaupt? Der Großteil der Leser, der den Hintergrund nicht kennt, versteht nicht, worum es geht. Und wer liest schon gerne vage, mysteriöse Kritik an nicht genannten Personen? (Natürlich kann ich hier selbst keine Namen nennen; wenn Sie sich als Unbeteiligter also nicht für unsinnige Konflikte anderer interessieren, brauchen Sie nicht weiterzulesen! Ab sofort veröffentlichen wir wieder relevante Inhalte.)

Das bringt mich zum eigentlichen Punkt, was sollen solche Angriffe bei uns, den Beschuldigten, bewirken? Sollen wir gravierende Fehler in unserem Handeln erkennen und es komplett ändern? Aber wieso teilt man uns das auf einer öffentlichen Plattform mit, ohne einen persönlichen Bezug zu uns zu haben? Es wirkt wie eine Entschuldigung dafür, andere in der Öffentlichkeit schlecht zu reden und zu sabotieren, um die eigene (angebliche) Unfehlbarkeit zu demonstrieren.

Ich habe derartige Grabenkämpfe in früheren Situationen erlebt und weigere mich, daran teilzuhaben. Noch weniger möchte ich meine unbeteiligten Leser damit langweilen. 

Es ist erstaunlich, wie viel Energie und Zeit solche Kritiker darauf verwenden, alle noch so kleinen Details unserer Zuchtplanung in Erfahrung zu bringen, um nach Angriffspunkten zu suchen. Dabei wollen wir nichts "verheimlichen", wir waren bisher der Meinung, solche Informationen wären nur für die Welpeninteressenten relevant, mit denen wir sie direkt besprechen. Da allerdings das öffentliche Interesse so groß scheint, wollen wir Interessierten die Mühe der "Recherche" (und damit meine ich Gerüchte und Unterstellungen) ersparen und an dieser Stelle offen sagen, was wir alles "verbrechen": 

Wir planen einen Wurf mit Dorle, die Ende August 2019 acht Jahre alt wurde. Dabei liegt die Betonung auf planen. Das bedeutet, wir suchen nach einem passenden Rüden und überprüfen ihre gesundheitlichen Voraussetzungen, inklusive der Frage, ob sie in ihrem Alter noch dazu imstande ist, Welpen zu bekommen und aufzuziehen. Natürlich kann ein Laie dies nicht beurteilen, deswegen lassen wir ja auch einen Tierarzt darüber entscheiden. Bei den kleinsten Bedenken oder Risiken werden wir natürlich das Wohl unserer Hündin über alles stellen. Jeder Hund ist in seiner Gesundheit einzigartig (wie auch jeder Mensch), aber in großen Vereinen ist natürlich eine individuelle Begutachtung jeder Zuchthündin durch einen Tierarzt organisatorisch nicht möglich. 

Deswegen ist in Rassezuchtverbänden eine allgemeine Altersgrenze von acht Jahren gesetzt, die im Einzelfall noch um ein Jahr verlängert werden kann, sofern die Hündin bei bester Gesundheit ist und die Vereinsleitung zustimmt. Es handelt sich nicht um ein radikales "Verfallsdatum", sondern dient dem Schutz der Zuchttiere vor Ausbeutung und übermäßiger Belastung.  Noch viel wichtiger ist allerdings das Urteil eines Tierarztes im Individualfall, das eventuell von einem festgelegten Wert abweichen kann. Ich kenne Hündinnen, denen bereits mit weniger als acht Jahren kein Wurf mehr zugemutet werden kann, besonders wenn sie bereits viele Würfe aufgezogen haben. Andererseits können auch achtjährige Hündinnen noch ohne Probleme die Voraussetzungen für eine Geburt und Aufzucht ihrer Kinder erfüllen. Genau das werden wir bei Dorle von einem erfahrenen Tierarzt beurteilen lassen und nur mit dessen zweifelsfreier Zustimmung zum Decken fahren.

Des weiteren planen wir Anous ersten Wurf. Ihr Alter (vier Jahre) sollte dabei wohl kaum ein Problem darstellen. Auch wenn sogar das schon behauptet wurde, gibt es doch keine Voraussetzung (noch nicht einmal in den Regeln eines Verbandes, dem wir sowieso nicht angehören…), warum sie nicht geeignet sein sollte. 

Und dann kommt da noch die Geschichte mit den Krankheiten. Wir stellen sicher, dass zum Deckzeitpunkt keine Erbkrankheiten bekannt sind, weder bei unseren Hündinnen noch den Deckrüden oder in deren Verwandtschaft. Natürlich gibt es immer die Möglichkeit, dass zu späterem Zeitpunkt Krankheiten auftreten, doch das liegt nicht in unserer Hand.

Es gibt so viele Hunde, die unter Epilepsie, Cystinurie etc. leiden, und deren Besitzer täglich damit leben müssen. Warum also Gerüchte in die Welt setzen, dass Verwandte unserer Hunde oder der Väter unserer Welpen krank seien? Aus der Ferne lassen sich Diagnosen eher schlecht stellen und wer außer Besitzern und Tierärzten könnte die Gesundheit eines Hundes wohl beurteilen? Es ist geschmacklos, ja geradezu respektlos gegenüber den Besitzern tatsächlich erkrankter Hunde, Sabotage mit solchen Mitteln zu betreiben, und das unter dem Vorwand des Wohlergehens unserer Hunde.

Wie wohl jeder sehen kann, züchten wir Kromfohrländer mit schwarz-braunen Flecken. Wir sind uns durchaus bewusst, dass der Standard in der reinrassigen Zucht kein Schwarz erlaubt, und haben uns gezielt dafür entschieden. Ich bin der Ansicht, dass die Gesundheit und der Charakter eines Hundes immer über dem Äußeren stehen sollte, darin wird mir wohl jeder, der seinen Hund kennt und liebt, zustimmen. Bei den Kromfohrländern, die aufgrund jahrzehntelanger Inzucht stark mit Krankheiten belastet sind, ist es unser Ziel, den Genpool aufzufrischen und für mehr Vielfalt im Erbmaterial zu sorgen. Das ist das Prinzip des Einkreuzens und deswegen ist es paradox, einen gesunden, charakterstarken Hund nur wegen ein paar schwarzer Haare von der Zucht auszuschließen. 

Ja, aus diesem Grund sehen unsere Welpen nicht alle identisch braun-weiß aus, aber genau das hat auch seinen Charme. Und jeder unserer Welpenbesitzer kann bisher bestätigen, dass sie ihr gesunder und liebenswerter Hund völlig unabhängig von seiner Fellfarbe jeden Tag glücklich macht. Unsere Zuchtstätte anzugreifen, weil in der Linie schwarzes Fell vorkommt, ist sinnlose Diskriminierung. Wir zwingen ja niemanden, unsere Welpen zu kaufen, die Interessenten sind sich dem Äußeren unserer Hunde durchaus bewusst, insbesondere auch der Wichtigkeit von genetischer Vielfalt in einer Hunderasse. Ein Artikel, der sich intensiver mit diesem Thema beschäftigt, ist auf der Seite GEDANKENSPIELE/Sinnvolle Einkreuzprojekte zu finden.  

All diese Punkte sind Auslöser für Anfeindungen seit der Gründung unserer Zuchtstätte und es ist nicht vorstellbar, was man sich in Zukunft noch alles einfallen lassen wird. Ich warte nur auf die Veröffentlichung des nächsten Artikels eines "konkurrierenden" Züchters, in dem einer der hier genannten (oder der mir noch nicht vorstellbaren) Gründe erläutert wird und in dem wir, ob indirekt oder offen, als moralisch und ethisch verwerflich dargestellt werden. Ich bin sicher, auch in diese ehrliche Schilderung kann eine böse Absicht hineininterpretiert werden, wenn man lange genug überlegt.

Vielleicht ist es in Zukunft eine bessere Einstellung, Angriffe aus der Welt der "Kromizucht" als Kompliment zu nehmen, denn sie zeigen uns, dass wir ja wohl etwas richtig machen müssen, um solche Missgunst auszulösen.