Kromfohrländer vom Ammenberg

Vierte, fünfte und sechste Lebenswoche

Die vierte Woche war voller neuer Ereignisse für unsere kleinen Welpen. Nachdem sich die Augen geöffnet hatten, begann die Erforschung unbekannter Dinge, außerhalb ihrer Wurfbox. Mit Anfangs ungelenken Bewegungen, weil die Koordination von Sehen und Laufen noch nicht ganz ausgereift war, ist es mittlerweile nach dem Schlafen selbstverständlich, die Wurfkiste zu verlassen und sich außerhalb einen Löseplatz zu suchen. Die zahnenden Babies brauchen viele Streicheleinheiten, um die unangenehme Schmerzen zu vergessen. Sie sind aber alle unglaublich anschmiegsam und lassen sich sehr leicht beruhigen. Es ist ein ausgeglichener und harmonischer Wurf und nach einem langen, eng aneinander gekuschelten Schlaf fressen sie gemeinsam aus der Futterschüssel, spielen miteinander und legen sich wieder gemeinsam in ihr Hundebett. In ihrem geschützten Raum konfrontieren wir sie mit Geräuschen, auch der Silvesterlärm mit gesteigerter Lautstärke wird nach anfänglicher Irritation von allen ohne Stress akzeptiert. 

Gestern durfte jeder schon einmal auf dem Arm die Luft draußen schnuppern. Wenn es wärmer wird, können wir bald auch in den Garten und ihren Erfahrungshorizont erweitern. In den kommenden Wochen werden wir die kleinen Hunde ganz vorsichtig an das Autofahren gewöhnen. Das ist immer ein wenig aufwändig, weil wir mit jedem Einzelnen erst einmal nur im Auto sitzen. Die nächste Erfahrung ist dann, den Motor zu starten und den Welpen an das Vibrieren und das Motorengeräusch zu gewöhnen, und erst dann fahren wir wenige Meter vor und zurück. Diesem Training messen wir sehr viel Bedeutung bei, weil es das Erste ist, was ein Welpe erlebt, wenn er von seiner neuen Familie abgeholt wird und in eine unbekannte Situation kommt. Eine positive Erfahrung ist dann sehr hilfreich für ihn und erleichtert die Fahrt in das neue Zuhause. 

Die Halbzeit bei uns ist nun schon bald vorbei und die Persönlichkeiten werden immer deutlicher, sodass wir beginnen, uns gedanklich mit dem Verteilen der Welpen an ihre Familien zu beschäftigen. Für diesen Prozess nehmen wir uns sehr viel Zeit und lassen uns auch nicht von Äußerlichkeiten oder Wünschen leiten. Allein das Wohl des Hundes und das Umfeld, in dem er leben wird, hat oberste Priorität. 

Zum Abschluss der Woche haben wir gestern von jedem Welpen wieder ein Portraitbild fotografiert, die auf den jeweiligen Unterseiten zu finden sind. Da wir durch die Ausgangsbeschränkungen keinen Besuch einladen dürfen, geben unsere Bilder und Videos auf Instagram einen kleinen Einblick in unsere Hundewelt.


Die fünfte Woche ist wie im Flug vergangen und die Hundekinder haben große Entwicklungsschritte gemacht. Ihre Persönlichkeiten werden immer deutlicher und es bereitet uns sehr große Freude, mit ihnen zusammen diese intensive Zeit zu erleben. In diesen Coronazeiten ist alles anders und wir können dieses Glück leider nur durch Bilder und Videos mit anderen Menschen teilen. 

In der Realität ist das Leben mit den Kleinen unvergleichbar schöner, lebendiger und eindrucksvoller. Sie brauchen ihre Hundemamas jetzt immer weniger, ihr sozialer Zusammenhalt ist sehr stark und sie stimmen sich selbstverständlich aufeinander ab. Es gibt keine Übergriffe, kleine Rangeleien werden leicht ausgetragen und sie finden friedlich wieder zusammen. Sie sind alle sehr freundliche, offene und kuschelige Hunde, die sich in diesem frühen Alter schon gut erziehen lassen und viel Blickkontakt  zu Menschen aufnehmen.


Auch in der sechsten Woche haben wieder eine sehr schöne Dinge mit unseren Welpen erlebt. Endlich konnten wir bei Sonne und ohne zu frieren in den Garten und für kleine Hunde ist es dort am schönsten. Sie haben wieder viel gelernt; Wasser kennen sie nun auch, Clickertraining mit Sitz macht viel Spaß, das Bürsten finden sie gut und unseren kleinen Persönlichkeitstest haben alle sehr gut gemeistert. 

Es erstaunt mich, dass jeder einen eigenwilligen Charakter hat und trotzdem ist dieses große Rudel sehr friedlich im sozialen Umgang miteinander. Wenn sie spielen, sieht es wie ein sich harmonisch bewegender Fleckenteppich aus. Es ist kein Hund dabei, der durch Dominanz oder Ängstlichkeit auffällt, sondern im Gegenteil alle zusammen sind sehr ausgeglichene und umgängliche Hunde.