Zuchtkriterien


Wurfvorbereitung

Unsere Hündinnen wurden im Alter von einem, bzw. eineinhalb Jahren von einem Zuchtwart gesichtet und zur Zucht zugelassen. 

Bei dem zum Decken ausgewählten Rüden sind ebenfalls passendes Aussehen, Ausschluss von akuten Erkrankungen und genetische Belastung durch Erbkrankheiten, sowie sozialkompetentes Verhalten Voraussetzung für einen Zuchteinsatz. 

Lange Zeit vor der Geburt der Welpen beschäftige ich mich bereits mit den zukünftigen Besitzern. Nach einem telefonischen Kontakt ist ein Besuch bei uns die Voraussetzung um in die Auswahl zu kommen. Wir wollen sehr genau wissen, wohin unsere Hundekinder kommen und eine gegenseitige Sympathie ist unbedingt notwendig. 

Wenn Sie sich einen Kromfohrländer aus unserem Einkreuzprojekt wünschen, ist ein naher Kontakt sehr erwünscht und bleibt auch bis zum Lebensende des Hundes erhalten. Alle Daten werden immer wieder neu in unserem Zuchtprogramm dokumentiert. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir dieses gemeinsame Ziel zusammen anstreben und ein Vertrauensverhältnis ist unabdingbar.


Aufzucht der Welpen

Unsere Zuchtstätte wurde von einem Zuchtwart kontrolliert. Es gibt genaue Vorgaben für die Geburt, die Wiegekontrolle und Dokumentation der Welpen, sowie einem Entwurmungs- und Impfschema.

Die Welpen werden bei uns im Haus geboren und wachsen als Familienhunde bei uns auf. Viel Platz für Bewegung und Spiel finden sie in einem großen Welpenauslauf  in unserem Wohnzimmer oder im Garten. Da wir am Rande der Stadt wohnen, lernen sie von Anfang an viele Eindrücke und Geräusche kennen. Wir geben ihnen verschiedene Anregungen zum Lernen und werden schon mit ersten erzieherischen Ansätzen beginnen. 

Die ersten acht bis zehn Wochen bei einer liebevollen Hundemutter und vielen positiven Prägungen durch Menschen sind die Basis für die Entwicklung zu einem ausgeglichenen und gut sozialisierten Hund. Dies betrachte ich neben den zu erfüllenden Kriterien für einen Einkreuzkromfohrländer als meine wichtigste Aufgabe.

Für unsere ausgewählten Familien haben wir einen Welpenelternkurs entwickelt, um auf die erste Zeit mit einem Welpen gut vorbereitet zu sein.

Frühestens ab vollendeter sechsten Lebenswoche, wenn ich die Charaktereigenschaften der Welpen sehr gut einschätzen kann, treffe ich die Entscheidung, in welchen Familien die Kleinen zukünftig leben werden. Bis dahin kann ich Zusagen nur bedingt aussprechen, denn die eingekreuzten Hunde sind für das Projekt sehr wertvoll und die Verbindung zwischen uns und Ihnen und Ihrem zukünftigen Hund muss passen.


Wurfabhnahme, Tierarzt und Abgabe der Welpen

Alle Welpen aus einem Wurf werden durch eine Wurfabnahme von einem Zuchtwart beurteilt und in unserem Zuchtprogramm dokumentiert. 

Vor der Abgabe im Alter von acht Wochen wird von einem Tierarzt bei jedem Welpen eine Gesundheitsuntersuchung, die erste Impfung, das Setzen eines Chips und ein Rachenabstrich für einen Gentest in der aktuellsten Version durchgeführt.


Gentest

Die Gentests entwickeln sich ständig weiter, sodass wir immer auf dem neuesten Stand der zu testenden Möglichkeiten bleiben. Weil wir beim Einkreuzen mit anderen Hunderassen auch deren genetische Belastungen übernehmen, ist ein Gentest sehr aufschlussreich. Ich erachte es in einer verantwortungsvollen und seriösen Hundezucht heutzutage als zwingend notwendig, die genetische Eignung zweier Verpaarungspartner zu testen. Es ist eine sehr sinnvolle Möglichkeit, Merkmalsträger von der Zucht auszuschließen und Hunde, die beide Anlageträger für dieselbe Krankheit sind, nicht miteinander zu verpaaren. Damit vermeidet man in Zukunft Linien, in denen immer wieder die gleichen Erbkrankheiten auftreten.

Unsere Zusammenarbeit mit dem Genlabor Feragen besteht schon viele Jahre. Durch die Entwicklung von Gentests für Ditigale Hyperkeratose, Von Willebrandsyndrom Typ 1  und Hyperurikosurie gibt es seit Jahren die Möglichkeit bei einer Verpaarung, diese kromfohrländertypischen Krankheiten zu vermeiden.

Im aktuellen Dog Check 2.1 von Feragen werden aber noch viele weitere Gendefekte für andere Erkrankungen (ca. 170) getestet.
Manche Erkrankungen lassen sich durch einen Gentest zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht ausschließen. Dazu gehören Autoimmunerkrankungen, angeborene Gelenksanomalien, Epilepsie und Katarakt. Diese Erkrankungen sind nur durch genaue Recherche in früheren Generationen nachzuweisen und/oder durch tierärztliche Diagnostik festzustellen.

Auch die Fellbeschaffenheit und Farbe kann mit einem Gentest ermittelt werden. So können wir vor der Verpaarung schon gezielt eruieren, in wie weit sich die Haarqualität (rau, glatt, lang, kurz) oder die Fellfarbe (schwarz, braun, oder sehr hell) in der geplanten Verpaarung bei den Welpen zeigen wird.

Neben all diesen Informationen liefert ein Gentest weitere wichtige Fakten für die Planung einer Verpaarung. Die genetische Diversität des zu erwartenden Nachwuchses solllte möglichst hoch sein, der Inzuchtkoeffizient der Elterntiere möglichst niedrig, sowie die DLA-Haplotypentestung eine geringe Übereinstimmung vorweisen. 

Wenn Sie mehr über Genetik erfahren möchten, oder manches nicht verstehen, finden Sie auf unserer Seite Genetik viele Erklärungen über dieses Thema.


Sichtung

Um die Entwicklung der eingekreuzten Hunde weiter zu verfolgen, findet im Alter von 1 1/2 Jahren eine Sichtung des gesamten Wurfes durch einen erfahrenen Zuchtwart statt. 

Der Schwerpunkt dieser Sichtung liegt in der körperlichen Entwicklung, den Wesensmerkmalen und dem Gesundheitszustand der Hunde. Am Ende erhalten alle eine Ahnenurkunde und eventuell eine Zuchtzulassung.

Für die weitere Entwicklung  wird im Abstand von 3 Jahren eine schriftliche Befragung über den gesundheitlichen Zustand erfolgen. Sowohl für die Sichtung als auch für die schriftliche Befragung im Alter von drei, fünf, sieben und alle weiteren Lebensjahre ist der Besitzer eines Hundes aus unserem Einkreuzprojekt vertraglich verpflichtet.