1. Lebenswoche
Diese erste Woche war ein großes Geschenk für Cannelle, Pippa und mich. Wir sind einfach untergetaucht, haben uns ruhig und gelassen in ein Wochenbett begeben, wir waren wirklich in einer Art Babyblase. Ich habe mich selber so sensibel und empfindsam gefühlt, wie es einer Mutter nach einer Geburt eben so geht: Hormonumstellung, Nachwehen, Wochenfluss, Milcheinschuss und das alles in drückender sommerliche Hitze. Alles, was Aufregung oder Störung bedeutet haben wir einfach draußen gelassen und Ruhe, Entspannung, viel Schlaf und gutes Essen genossen. Wir haben so viele stille und berührende Momente zusammen erlebt und es hat sich unsere Verbindung noch einmal sehr vertieft. Auch Pippa war immer mit dabei, sie ist so empathisch mit ihrer Mutter und wartet geduldig auf kleine Augenblicke, wenn ich ein Hundebaby in der Hand halte und sie es dann auch ein wenig begutachten darf.
Der Fokus nach einer Geburt sind nun einmal die Babies, zu schön sind sie, man kann sich kaum von ihrem Anblick lösen und die Außenwelt drängt nach Bildern und Besuchen. Dabei ist es für die Hundemutter eine sehr große Herausforderung, übergangslos von vielen Stunden Wehen direkt in die Ernährung und Pflege der Welpen überzugehen. Ich bewundere es immer wieder, wie demütig und resilient Hundemütter sind. Aber es ist nicht selbstverständlich und ich kann als Züchterin dafür sorgen, dass eine Hundemutter nach einer Geburt Schutz und beste Betreuung erfährt. Die Belohnung sind sieben Wonneproppen, die so wunderbar wachsen und gedeihen mit einer ausgeglichenen und entspannten Hundemutter.
2. Lebenswoche
Unsere Welpen haben in dieser Woche ihre Namen erhalten und entwickeln sich prächtig. Wir freuen uns die drei Mädchen Heidi, Holly und Helvi vorzustellen:
Gefolgt von den vier Jungen Hugo, Henri, Harry und Herr Nilsson:
3. Lebenswoche
In dieser Woche haben sich bei allen die Augen und Ohren geöffnet. Aus den hilflosen Babies sind innerhalb von wenigen Tagen kleine Hunde geworden, die sich auf ihren Beinchen fortbewegen, auf Gerüche und Geräusche reagieren und in der Wurfbox schon erste kleine Spielphasen haben. Auch ihre Stimmen haben sie entdeckt und können nun auch bellen und knurren. Bei manchen beginnen schon die durchbrechenden Zähne zu jucken.
Noch sind sie in ihrer Wurfkiste gut aufgehoben, aber bald entdecken sie die Welt außerhalb ihres sicheren Nestes.
4. Lebenswoche
Ein großer Entwicklungsschritt von kleinen, unbeholfenen Babies zu flinken und wachen Hundekindern. Es ist so schön, sie zu beobachten und sie nach dem Aufwachen zu begrüßen. Selbstverständlich verlassen sie nach dem Schlafen die Wurfbox. Diese Woche bekamen sie auch ihre erste Mahlzeit und fressen, als hätten sie noch nie etwas anderes gemacht. Davor oder danach noch ein wenig bei Cannelle trinken und alle sind zufrieden. Sie haben alle glänzende Augen und machen uns sehr viel Freude.
5. Lebenswoche
Die Kleinen sind bezaubernd, schlafen noch viel, wenn sie wach sind spielen sie miteinander und testen ihre kleinen Milchzähne. Pippa, die große Schwester, lernt ihnen im Spiel die Beißhemmung und beschäftigt sich sonst auch liebevoll mit ihnen. Cannelle zieht sich schon zurück, weil sie nicht dauernd die Milchtankstelle sein möchte und überlässt Pippa den Welpenauslauf. Wir waren auch schon einige Male draußen im Garten, aber nach etwa 15 Minuten ist die Energie aufgebraucht und die Hundebabies brauchen wieder Zeit zum Schlafen und Verarbeiten der Erfahrungen.
Im Hintergrund bin ich beschäftigt, die schönen Dinge sind unser Welpenelternkurs und die Freude der zukünftigen Familien zu erleben. Bald bekommen sie die Nachricht, welcher Welpe für sie geeignet und ausgewählt wurde. Dann starten wir in einen Besuchsmarathon und planen noch viele Termine mit wichtigen Dingen für unsere Welpen, die wir noch vor uns haben.
Die sieben Zwerge gedeihen weiter prächtig, nichts ahnend, was ich alles von ihnen fernhalte. Ich erlebe wieder einmal unglaubliche Geschichten und könnte ein Buch schreiben über das Leben aus der Sicht einer Züchterin, die sich nicht verbiegt, auch wenn es der unbequemere Weg ist.
Wachst weiter so, ihr kleinen Zauberwesen! Jeder für sich ist so eine schöne Hundeseele, am liebsten würde ich sie alle behalten und ihnen die Liebe schenken, die sie ausstrahlen.
6. Lebeswoche
Auch in dieser Woche sind die Kleinen enorm gewachsen. Anfang der Woche noch sehr schnell müde nach dem Spielen, steigern sie sich mittlerweile und beginnen im Garten schon richtige Sprints hinzulegen. Zur großen Freude von Pippa, die so gerne mit ihnen schnell laufen möchte. Wir haben verschiedene Orte und Bodenbeläge mit den Welpen erkundet und staunen über ihre Offenheit und Entdeckerfreude. Eine kleine Autofahrt war auch schon mit dabei, aber das müssen wir noch ein wenig üben.
Zum Ende der Woche haben wir den wartenden Familien mitgeteilt, welcher Welpe in Zukunft bei ihnen leben wird. Das ist immer ein sehr schöner Augenblick.








































