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Kromfohrländer vom Ammenberg                                                       

 

 

Neben guten Erbanlagen, haben auch das soziale Umfeld, die Ernährung und die Qualität der tierärztlichen Betreuung eine entscheidende Bedeutung für ein langes und gesundes Hundeleben.

Soziales Umfeld

Eine konsequente Erziehung fördert das Vertrauensverhältnis zwischen Hundebesitzer und seinem Hund und stärkt seine sozialen Fähigkeiten.

 Vier wichtige Punkte für ein positives Miteinander:

  • Territoriale Grenzen sind für Hunde selbstverständlich, für Menschen nicht unbedingt. Setzen Sie von Beginn an klare und eindeutige Grenzen. Wenn sich die Familie nicht einig ist, wo und was die Grenzen bedeuten, führt das unweigerlich zu Missverständnissen und bringt Frustration bei allen Beteiligten mit sich.
  • Art der Zuwendung ist ebenfalls entscheidend, welche Rolle ihr Hund übernimmt. Geben Sie Ihrem Welpen viel Zuwendung aber vermenschlichen Sie ihn nicht, auch wenn er noch so süß ist. Überschütteten Sie ihn nicht mit zu viel Aufmerksamkeit, vor allem nicht dann, wenn Sie ihm gegenüber Schuldgefühle haben, weil sie, z. B. unangemessen geschimpft oder ihn zu lange allein gelassen haben. Wenn Sie selber ruhig und ausgeglichen sind, ist das der beste Zeitpunkt für viele Streicheleinheiten mit ihrem Hund. 
  • Richtige Kommunikation mit ihrem Hund ist ausschlaggebend für das Umsetzten Ihrer an ihn gerichteten Anforderungen. Ein Hund handelt nicht wie ein Mensch, deshalb ist es Ihre Aufgabe, seine Art der Kommunikation zu erlernen und entsprechend zu reagieren.
  • Notwendige Ruhe ist für die Entwicklung eines Welpen zu einem ausgeglichenen Hund von großer Bedeutung. Wird ein Welpe ständig aus seinem Schlaf gerissen, kann das zu übersteigerter Aktivität führen, die später kaum noch zu verändern ist.

Alles was Ihr Hund in der Sozialisierungsphase positiv erlebt stärkt sein Wesen. Je mehr Anreize zum Lernen, vor allem in den ersten Lebensmonaten, desto größer wird auch die Vielfalt seiner Möglichkeiten. Für eine gute Sozialisierung ist eine Hundeschule sehr hilfreich, weil Ihr Hund dort in einem geschützten Rahmen unter Aufsicht eines Trainers mit anderen Hunden zusammen sein kann. Diese Bedingungen finden Sie bei einem normalen Spaziergang nicht.

Vier Punkte, die für die Arbeit mit einem Hundetrainer/Hundschule sprechen:

  • Theoretisches Wissen aus einem Erziehungsbuch kann nicht die praktische Arbeit mit einem Hundetrainer ersetzten.
  • Eigene Fehler wie, z. B. bei der Körpersprache oder in der Stimme sind nicht leicht zu erkennen und selbst zu korrigieren.
  • Hunde lernen in der Regel sehr schnell, während Menschen länger brauchen, um alte Verhaltensmuster zu verändern. Ein guter Hundetrainer kann das erkennen und Möglichkeiten vorschlagen die daraus resultierenden Probleme zu vermeiden.
  • Die Interaktion Ihres Hundes mit anderen Hunden gibt dem Trainer Aufschluss über sein Sozialverhalten. Mit Ihm können Sie lernen in schwierigen Situationen richtig einzugreifen.

Ernährung

Die große Bedeutung der Ernährung für ein gesundes Hundeleben wird sehr häufig unterschätzt. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten Ihren Hund zu ernähren, die Roh- , die Nass- und die Trockenfütterung.

Um eine Übersicht auf dem riesigen Hundefuttermarkt zu bekommen, rate ich Ihnen sich das Buch von Dr. med. vet. Julia Fritz, "Hunde barfen: Alles über Rohfütterung" zuzulegen. Ich kenne zur Zeit keine bessere Literatur zu diesem Thema.  Es ist ein sehr gutes und übersichtliches Nachschlagewerk und stellt  in neutraler Form die Vor- und Nachteile jeder dieser drei Fütterungsarten dar. 

Ein Hund hat nicht die Möglichkeit das Futter nach seinen Bedürfnissen zusammenzustellen. Viele Erkrankungen sind die Folge von Futtermittelunverträglichkeiten oder falscher Dosierung  von selbst zubereitetem Fressen und treten häufig erst sehr spät in Erscheinung. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie diese Aufgabe im Sinne seiner Gesunderhaltung übernehmen.

Zur Ernährung gehört auch die Pflege des Gebisses. "Ich gebe meinem Hund viel zu Knabbern", ist noch keine Garantie für gesunde Zähne. Zahnstein, der sich bereits in dicken Schichten auf den Zähnen abgelagert hat, ist ein Alarmzeichen und hat später eine Zahnbehandlung mit Narkose zur Folge. Sie sollten deshalb schon bei Ihrem Welpen mit der Zahnpflege beginnen und regelmäßig das Gebiss kontrollieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Reinigung des Gebisses, z. B. Zahnbürsten, Fingerlinge oder Zahngel. Scharfe Gegenstände zur Zahnreinigung zerstören den Zahnschmelz und sollten nicht verwendet werden.

Qualität der tierärztlichen Betreuung

...... "Was macht einen guten Tierarzt aus? Eine der Situation angemessene Diagnostik und Therapie im Sinne der Gesunderhaltung des Tieres."

Ich möchte Ihnen die Artikel von dem Tierarzt Ralph Rückert, die regelmäßig unter www.tierarztrueckert.de/blog erscheinen, empfehlen.

Er beschäftigt sich mit interessanten Themen, die sich jedem Hundebesitzer früher oder später stellen. So gibt es zu dem Thema  "Hunde und Katzen richtig impfen: Eine Positionsbestimmung" vom 10.01.2016 oder "Die Kastration des  Hundes" vom 16.10.2014 ausführliche und kritische Darlegungen seiner Sichtweise. Mit seinem direktem und erfrischenden Schreibstil vermittelt er gleichzeitig viel reflektiertes Wissen.