Kromfohrländer vom Ammenberg

Welpenwunsch

Wenn Sie sich einen Hund wünschen und ganz besonders einen Welpen aus unserer Zucht, dann gehen Sie bitte erst einmal in sich und fragen sich folgende Punkte:

  • Habe ich wirklich die  nötige Zeit ? (Intensives erstes Jahr mit einem Welpen, Berufstätigkeit, Familie mit Baby oder kleinen Kindern)
  • Welche Möglichkeiten habe ich für meinen Hund? (Räumlichkeiten, z. B. Mietwohnung mit Hund, Garten oder Grünfläche zur Saubererziehung und schnell zu erreichende Wege für mehrmalige, tägliche Hundespaziergänge, Hilfe meines sozialen Umfeldes bei Krankheit, Trennung oder altersbedingter Einschränkungen)
  • Wie sieht es mit meiner Motivation aus? (Hundeerziehung, Stressresistenz und Konsequenz, wenn es einmal nicht so gut läuft, Spaziergänge bei jedem Wetter, Schmutz und Hundehaare oder Rücksicht auf Hund im Urlaub)
  • Habe  ich die finanziellen Mittel ? (Anschaffungspreis, Tierarztkosten, Versicherungen und Futterkosten)  

Ich bemerke in Interessentengesprächen, dass der Alltag mit einem Hund sehr oft mit einer rosaroten Brille betrachtet wird. Deshalb sollte die Anschaffung eines Hundes niemals eine spontane Entscheidung sein, wenn man einen der oben genannten Punkte nicht wirklich ernsthaft erfüllen kann.

Da in Deutschland nicht viele Kromfohrländerwelpen geboren werden (bei reinrassigen Welpen sind es pro Jahr etwa 200), ist die Nachfrage sehr groß. Wenn Sie sich nach viel Recherche über die Gesundheit dieser Hunderasse dazu entschlossen haben, einen eingekreuzten Kromforhländer zu suchen, müssen Sie sich auf eine Wartezeit einstellen, denn bei Einkreuzzüchtern gibt es jährlich noch viel weniger Hundenachwuchs. Auch wenn der Wunsch sehr groß ist, dauert es in der Regel ein bis zwei Jahre. 

Dies ist durchaus auch sinnvoll, weil Sie viel Zeit haben, sich gründlich auf ein Leben mit einem Hund vorzubereiten und ich lerne Sie besser kennen und erfahre, wie ernsthaft Sie an diesem Wunsch festhalten. Es gehört ein großes Maß an Vertrauen in mich und die Fähigkeit, mit meiner Entscheidung umzugehen, unbedingt dazu. 

Es bedeutet für Sie nicht nur abwarten zu können, ob Sie nach der Geburt der Welpen auch ausgewählt werden, sondern ebenso mir zu vertrauen, dass ich für Sie den passenden Welpen aussuche. Dies führt manchmal zu Frustration, wenn der Favorit nicht dabei ist und hat auch schon zu Absagen meinerseits geführt. Deshalb betone ich noch einmal, dass auch liebgemeinte Manipulationen von Seiten der Interessenten meine Entscheidungen nicht beeinflussen können. Es steckt keine willkürliche Absicht dahinter, sondern basiert auf meinen Erfahrungen mit Menschen und Hunden. Dazu gehört eine gute Beobachtungsgabe für den Charakter des Welpen und der Persönlichkeit des zukünftigen Besitzers. 

Etwa zwei oder drei Wochen nach der Geburt teile ich den wartenden Familien mit, ob Sie zu den glücklichen, zukünftigen Besitzern gehören. Meine Erfahrung in der coronabedingten Ausgangssperre 2020 hat mir gezeigt, wie schön es ist, wenn wir als Züchterfamilie sehr viel Zeit für unsere Welpen haben und nicht einen Besuch nach dem anderen organisieren müssen. Deshalb habe ich mich entschlossen, zukünftig die ersten Besuche von den ausgewählten Familien erst nach der endgültigen Entscheidung , wohin welcher Welpe kommt, zuzulassen. 

Diese Entscheidung wird von uns in der sechsten Lebenswoche festgelegt. Wir beschäftigen uns die ersten sechs Wochen sehr intensiv mit den Welpen, konfrontieren sie mit vielen neuen Situationen, dazu zählt selbstverständlich unter anderem auch Kennenlernen von fremden Menschen, Kindern, Hunden und Autofahren. Unser Netzwerk an lieben Menschen, die uns damit zur Seite stehen ist zuverlässig und gut eingespielt. So können wir unsere Welpen beobachten und ihr Wesen erkennen. 

Die ausgewählten Familien werden dann von uns eingeladen und dürfen nun endlich auch zu Besuch kommen. Wir  freuen uns immer sehr, wenn wir unsere kleinen Schätze vorstellen dürfen. Viele Menschen haben keine Ahnung, wie anstrengend eine liebevolle Hundeaufzucht ist, außerdem wird oft vergessen, dass wir neben den Welpen noch etliche andere Dinge, haben, die wir im Alltag unterbringen müssen. So können wir wohldosiert die Besuche in unseren normalen Lebensalltag einplanen und haben auch wieder Erholungsphasen, die für eine ausgeglichene Stimmung sehr wichtig sind.

Ab der vollendeten achten Lebenswoche beginnen wir mit der Abgabe der Welpenkinder. Auch für diesen Tag nehme ich mir für jede Familie viel Zeit und bespreche noch einmal offene Fragen und informiere über die erste Zeit zu Hause, nebenbei lasse ich den Welpen sich ordentlich austoben, sodass die Autofahrt nach Hause, sollte sie nicht zu lange dauern, idealerweise verschlafen wird.

Die Vorbereitung für einen Wurf sind immer langfristig, es gehören dazu die Suche nach einem passenden Rüden, die notwendigen tierärztliche Befunde und Gentests, das Beantworten vieler Mails und das Führen langer Gespräche mit Interessenten. Ebenso ein persönliches Kennenlernen, um überhaupt in der Auswahl berücksichtigt zu werden. 

Manchen Menschen ist nicht bewusst, dass der erste Kontakt mit uns wirklich eine Bewerbung ist. Deshalb berücksichtige ich nur ernstgemeinte Mailanfragen, die mir einen kleinen Einblick in das Leben des Interessenten vermitteln und respektvoll an mich gerichtet sind. So wie ich transparent bin, erwarte ich auch einen höflichen Umgangston und vollständige Angaben des Vor-und Nachnamens, der Adresse und Telefonnummer des Anfragenden. 

Liebevolle Geduld, höchste Ansprüche an Aufzucht und Prägung der Hunde, allerbeste Ernährung, 24 Stunden Betreuung, kompetente tierärztliche Unterstützung und noch viele unzählige Dinge fließen in unsere Arbeit hinein und machen letztendlich unsere Welpen so überaus wertvoll für uns.